Lehrerfortbildung Tennis und Pickleball in Würzburg
Quelle: BTVOb schon mit Tenniserfahrung oder zum ersten Mal mit Schläger in der Hand: Bei der Lehrerfortbildung des BTVs am 19.10.2026 in Würzburg haben 30 Lehrkräfte erlebt, wie Tennis und Pickleball in einer Schulsporthalle mit 30 Schülern funktionieren kann.
Die Teilnehmenden brachten ganz unterschiedliche Voraussetzungen mit. Manche spielen selbst seit Jahren Tennis, andere hatten noch nie einen Schläger in der Hand. Genau darauf war die Fortbildung ausgelegt: Sie sollte für jeden etwas bieten und vor allem praxisnah zeigen, wie sich Tennis und Pickleball im Bereich Rückschlagspiele fest im Sportunterricht verankern lassen, auch mit großen Gruppen und wenig Material. Ein zweites Ziel war es, Ideen für Zusatzangebote in Ganztagsklassen zu liefern. Grundlage war unter anderem das DTB-Kindertennis-Konzept. Das Besondere: Die Lehrkräfte schlüpften selbst in die Rolle ihrer Schülerinnen und Schüler. So erfuhren sie am eigenen Leib, wo besondere Hürden im Bezug auf die Organisation und Methodik bei den beiden Rückschlagsportarten liegen und was besonders motiviert.
Die Lehrkräfte geben Kindern und Jugendlichen jetzt das Werkzeug für die ersten Schritte im Tennis- und Pickleballsport mit: Ballgefühl, erste Ballwechsel, Spaß am Schläger. Darauf können Trainerinnen, Trainer und Tennisschulen aufbauen und aus der ersten Begeisterung echte Spielerinnen und Spieler machen.
So können Vereine und Trainer in Zukunft an ein Tennisangebot im Schulsport erfolgreich anknüpfen:
- Im eigenen Verein oder in der Tennisschule: Angebot erweitern für Schnupperstunden und Anfängerkurse
- Im offenen oder gebundenen Ganztag: feste Tenniseinheiten direkt an der Schule, auch per eigenem Vertrag mit der Schule. Durch den neuen Rechtsanspruch ist das ein attraktives Standbein für hauptberufliche Trainer, gerade um sonst schwach ausgelastete Zeiten am Vormittag und frühen Nachmittag zu füllen. Hier finden Sie dazu weitere Informationen: Sport im Ganztag.
- In Sportarbeitsgemeinschaften (SAG) und im Wahlfach: regelmäßiges Training in Kooperation mit der Schule
- Bei Aktionstagen und Schulmeisterschaften: als Ausrichter oder Unterstützer und gleich mit Einladung auf die Anlage
- In den Ferien: Ferienprogramme und Camps für Schulkinder, oft zusammen mit Gemeinde oder Schule
Aus Schülern werden Trainer: Schulen bieten auch die Chance, den eigenen Trainernachwuchs zu gewinnen. Tennisbegeisterte Jugendliche lassen sich zu Sport-nach-1-Mentorinnen und -Mentoren ausbilden und unterstützen danach als Hilfstrainer im Schul- und Vereinssport, wie beim Pilotprojekt in Wassertrüdingen. Ihr Weg kann weiterführen über den Junior-Clubreferenten-Lehrgang bis zur C-Trainer-Ausbildung ab 17 Jahren. So wachsen genau die Trainerinnen und Trainer heran, die Vereine und Tennisschulen in Zukunft dringend brauchen.
Für Trainer bedeutet das: neue Zielgruppen, zusätzliche Einsatzzeiten am Vormittag und frühen Nachmittag, Kinder, die schon wissen, worum es geht, wenn sie zum ersten Mal auf den Platz kommen, und Unterstützung durch junge Helferinnen und Helfer, die selbst den Weg ins Traineramt einschlagen können.
Der BTV sieht im Schulsport großes Potenzial für den gesamten Tennissport in Bayern. Für die Vereine liegt es in neuen Mitgliedern, für Trainerinnen und Trainer in neuen Aufgaben und eigenem Nachwuchs, für den Verband in einer breiten Basis an Spielerinnen, Spielern und Engagierten. Mit dem Zusatzangebot der Lehrerfortbildungen will der BTV Schule und Verein deshalb noch enger zusammenbringen.
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Ansprechpartner
Max Vorhoff
Assistent Vereinsberatung und Trainerentwicklung
Telefon: 089 628179 66 Schreiben Sie eine E-Mail