Überraschungssieger: Dino Volkholz spielte in Freising sein bestes Tennis und schnappte sich bei den Herren 30 den Titel.
Quelle: BTVFÜRTH/FREISING. „Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal Bayerischer Meister werde!“ – als Dino Volkholz diesen Satz nach seinem Finalsieg bei den Titelkämpfen 2026 in Freising ausspricht, steckt darin weit mehr als die Freude über einen Titel. Es ist die Geschichte eines Spielers, der sich seinen Erfolg nicht über außergewöhnliches Talent, sondern über Leidenschaft, Beharrlichkeit und jahrelange harte Arbeit erkämpft hat.
Geboren am 19. August 1990 begann er erst mit acht Jahren bei der SpVgg Greuther Fürth mit dem Tennissport. Von einem Wunderkind war er damals weit entfernt. Einmal pro Woche trainierte er in Zwei-, Drei- oder Vierergruppen, gehörte nie einem Förderkader an und qualifizierte sich nie für Bayerische Jugendmeisterschaften. „Ich war einfach zu schlecht“", sagt er heute mit einem Schmunzeln. Aufgehört hat er deshalb aber nie. Im Gegenteil. Was ihm vielleicht an Talent fehlte, machte er mit Begeisterung für den Sport wett. Seine ersten Trainer waren Razvan Itu und anschließend über viele Jahre Stefan Pröll, der ihn bis zum Erwachsenenalter begleitete.
Als sich 2010 die Tennisabteilung der SpVgg Greuther Fürth auflöste, wechselte Volkholz mit einer Leistungsklasse 5 zum NHTC Nürnberg. Dort änderte sich seine sportliche Welt schlagartig. Statt Bezirksklasse spielte er plötzlich in der Bayernliga. Die stärkeren Trainingspartner und das deutlich höhere Niveau forderten ihn täglich heraus. „Genau dort ist meine Leidenschaft für den Leistungssport noch einmal enorm gewachsen.“
Seit 2023 trägt er das Trikot des TSV Altenfurt und fühlt sich dort sportlich wie menschlich angekommen. „Das ist die beste Mannschaft, in der ich jemals gespielt habe – sowohl spielerisch als auch vom Zusammenhalt. Und der Teamgeist ist mir sogar noch wichtiger.“ Besonders hebt er den Einfluss seiner Mannschaftskollegen und mittlerweile engen Freunde Andreas Dimke, Pacal Greiner und Jens Ulrich hervor. Sie hätten einen großen Anteil daran, dass seine Motivation immer weiterwächst.
Heute spielt Volkholz sowohl in der H30-Regionalliga als auch bei den Herren I in der Landesliga 1. Mit einer aktuellen Leistungsklasse von 1,8 spielt er – kurz vor seinem 36. Geburtstag – nach eigener Aussage das beste Tennis seines Lebens.
Dafür investiert er auch außerhalb des Platzes viel. Im Winter stehen regelmäßiges Lauftraining, intensive Intervall-Einheiten und Bergsprints auf dem Programm. Seit 2025 arbeitet er zudem rund zehn Stunden pro Woche als Tennistrainer in der Tennisschule BoB in Altenfurt. Sein nächstes großes Ziel ist bereits klar definiert: der Aufstieg in die H30-Bundesliga. Natali Gumbrecht
Ansprechpartner
Mittelfranken
Natali Gumbrecht
Medienbeauftragte, BTV-Talentino-Tennis-Scout
Telefon: 09874 507545 Schreiben Sie eine E-Mail