Joao Fonseca
Quelle: BMW Open by BitpandaEigentlich war es ihm zu kalt: „Ich habe meine Finger anfangs gar nicht so gut gespürt“, hat Ben Shelton gesagt, im Viertelfinale der BMW Open by Bitpanda steht der 23-Jährige trotzdem. Allerdings war´s keine leichte Aufgabe gegen Alexander Blockx aus Belgien, die Nummer 72 der Welt.
Der erste Satz war komplett ausgeglichen, ein einziges Break zum 5:4 für Shelton brachte die Entscheidung. Im zweiten Durchgang ein ähnliches Bild. Krachenden Aufschlägen von Shelton folgten auch mal leichte Fehler. Im Tiebreak hatte der Amerikaner dann die besseren Nerven und verwandelte seinen dritten Matchball nach 1:46 Stunden (6:4; 7:6(8)).
Shelton jetzt gegen Fonseca
Das Viertelfinale hat der Vorjahresfinalist also schonmal gebucht, nun wartet der brasilianische Shootingstar Joao Fonseca. Der 19-Jährige zeigte eine blitzsaubere Leistung gegen Arthur Rinderknech aus Frankreich. Unter dem Jubel seiner lautstarken Fans siegte er mit 6:3 und 6:2. Auch die Nummer vier des Turniers, Flavio Cobolli, aus Italien ließ nichts anbrennen und gewann locker gegen Zizou Bergs aus Belgien (6:2; 6.3).
Nur eine kurze München-Premiere gab Stefanos Tsitsipas. Der Grieche hatte sich nach seiner Rückenverletzung viel vorgenommen, nicht zuletzt, weil die BMW Open by Bitpanda den „nettesten Turnierdirektor auf der Tennistour haben“. Patrik Kühnen hat´s sicher gerne gehört, verloren hat der ehemalige Weltranglistendritte trotzdem, gegen Fabian Marozsan aus Ungarn in drei Sätzen (6:3; 6:7(5); 4:6).
Masters-Sieger scheiden aus
Ziemlich enttäuscht schlichen auch die frischgebackenen Monte Carlo-Sieger im Doppel, Kevin Krawietz und Tim Pütz, vom Platz. Statt Richtung ersten Titel in München zu marschieren, gab´s eine unerwartete Zwei-Satz-Niederlage für das deutsche Doppel, an Nummer eins gesetzt, gegen die indisch-niederländische Paarung Yuki Bhambri und Michael Venus. „Wir sind nicht happy mit unserer Vorstellung“, so Kevin Krawietz nach dem Match (5:7; 6:7(2)).
Altmaier und Zverev am Donnerstag im Einsatz
Morgen spielen dann die beiden letzten im Turnier verbliebenen deutschen Spieler ihre Achtelfinalmatches. Daniel Altmaier bekommt es mit Fabian Marozsan aus der Slowakei zu tun und Titelverteidiger Alexander Zverev spielt gegen Gabriel Diallo aus Kanada. In welcher Gemütslage Zverev ins Match geht, wird sich wohl auch heute Abend entscheiden: beim Viertelfinalrückspiel seines Lieblingsvereins in der Champions League – Alexander Zverev wollte „definitiv“ in die Allianz Arena, zur Partie des FC Bayern gegen Real Madrid.