Oliver Majdandzic
Quelle: BTVOptimistisch durfte Oliver Majdandzic in seine Halbfinal-Partie gegen den Polen Jan Sadzik gehen, da er im vergangenen Jahr beim Turnier in Krakau das bislang einzige Aufeinandertreffen im Vorfeld in zwei Sätzen für sich entscheiden konnte. Vom Start weg lieferten sich beide Spieler einen intensiven und ausgeglichenen Schlagabtausch, in dem der 18-jährige Majdandzic ein frühes Break einfahren konnte, aber postwendend ebenfalls sein Service abgeben musste. Mit einem gefühlvollen Ball vor die Beine seines aufrückenden Gegners erspielte sich der DTB-Kaderspieler das Break zur 6:5-Führung und servierte den hartumkämpften ersten Durchgang sicher nach Hause.
Mit dem Momentum im Rücken liefen die Schläge bei Majdandzic zu Beginn des zweiten Durchgangs wie am Schnürchen und er konnte mit einer Doppel-Breakführung auf 4:1 davonziehen. Doch sein gleichaltriger Gegner, der im Frühjahr bei den Dunlop Bavarian Junior Winter Championships in Oberhaching triumphieren konnte, fand wieder besser zu seinem Vorhand-dominanten Spiel und konnte sich in den Satz zum Erreichen des Tiebreaks zurückkämpfen. Auch dort hatte der Pole das erste Momentum in Form einer 5:3-Führung auf seiner Seite. Doch mit einem fulminanten Endspurt drehte Majdandzic den Entscheider noch zu seinen Gunsten und besiegelte mit vier Punktgewinnen in Folge den finalen 7:5, 7:6 (5)-Triumph nach 2:14 Stunden.
Im Anschluss an die Begegnung resümierte der zufriedene Sieger: „Im ersten Satz war das Niveau von uns beiden nicht so hoch, aber zum Glück konnte ich diesen knapp für mich entscheiden. Dann habe ich es mir nach der klaren Führung im zweiten Durchgang etwas schwerer gemacht, als es eigentlich sein musste. Dies war vielleicht dem Umstand geschuldet, dass ich in den letzten Matches viel Energie gelassen hatte und deshalb die Konzentration nicht mehr ganz so da war. Umso glücklicher bin ich natürlich, dass ich es dann doch noch geschafft habe.
Im Endspiel bekommt es der Bad Oyenhausener mit dem US-Amerikaner Vihaan Reddy zu tun, der nach dominantem Start gegen den Venezolaner Ignacio de Armas im zweiten Satz noch den Turnaround verhindern musste, ehe er mit 6:2, 7:6 triumphieren konnte.
Thamm muss körperlich Tribut zollen
Erneut gab es für Mariella Thamm nach ihrer erfolgreichen French-Open-Revanche gegen Ekaterina Dotsenko vor ihrer Halbfinal-Begegnung gegen Polina Skliar kaum Geheimnisse, schließlich musste sie sich nicht nur der Ukrainerin vor knapp drei Monaten beim Turnier im spanischen Benicarlo im Finale geschlagen geben, sondern tritt mit ihr inzwischen regelmäßig im Doppel an. So triumphierten sie gemeinsam beim ITF-Turnier in Offenbach, starteten zusammen bei den French Open und strebten auch in Bamberg den Doppel-Titel an.
Doch nach erfolgreichem Start, bei dem sich Thamm gleich im ersten Spiel das Aufschlagspiel ihrer Gegnerin sichern konnte, machten sich bei der 16-Jährigen früh die Strapazen von den harten Dreisatz-Matches in den letzten beiden Runden bemerkbar, während ihre 15-jährige Gegnerin wesentlich spritziger wirkte. Nach sechs abgegebenen Spielen in Folge musste die Stuttgarterin den ersten Durchgang deutlich abgeben.
Zu Beginn des zweiten Satzes war Thamm noch einmal gewillt, sich in die Partie rein zu kämpfen und startete mit einem souveränen Aufschlagspiel. Dennoch wirkte Skliar einfach deutlich sicherer, war dadurch bis zum Ende nicht mehr zu stoppen und fixierte nach 76 Minuten den 6:1, 6:2-Endstand. Im Endspiel sieht sich Nr. 3 des Turniers der an Position 2 geführten Inderin Maaya Rajeshwaran Revathi gegenüber, die sich souverän in zwei Sätzen gegen die Italienerin Ilary Pistola behaupten konnte.
Nach dem Match kommentierte Skliar, die seit vier Jahren in Deutschland lebt und in einer Privat-Akademie in Wiesbaden trainiert: „Es ist natürlich nie einfach, gegen eine Spielerin anzutreten, die man so gut kennt und mit der man auch öfters zusammen Doppel spielt. Doch heute habe ich mich von Beginn an sehr gut gefühlt und mir den Sieg hart erarbeitet.“
Ausblick
Abgeschlossen werden die ITF German Juniors am Sonntag mit den beiden Einzelfinals. Spielbeginn im Bamberger Hainpark ist um 11 Uhr mit dem Endspiel der Juniorinnen, gefolgt vom Finale der Junioren, das nicht vor 13 Uhr starten wird. Tickets sind für 10 Euro erhältlich, der Eintritt für Mitglieder des TC Bamberg sowie für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ist frei.
Ergebnisse Einzel Halbfinale:
Juniorinnen:
- Mariella Thamm (Heidelberger TC/BAD) – Polina Skliar (UKR) 1:6, 2:6
- Maaya Rajeshwaran Ravathi (IND) – Ilary Pistola (ITA) 6:3, 6:4
Junioren:
- Oliver Majdandzic (Tennispark Versmold/WTV) – Jan Sadzik (POL)
- Vihaan Reddy (USA) – Ignacio de Armas (VEN) 6:2, 7:6 (4)
Ergebnisse Doppel Finale:
Juniorinnen:
- Mariella Thamm (GER)/Polina Skliar (UKR) – Fleur de Bresser (NED)/Alisa Terentyeva 6:3, 6:2
Junioren:
- Stan Put (NED)/Livas Eduardo Carvalho Damazio (BRA) - Dominik Dujka (CZE)/Tomas Krejci (CZE) 4:6, 7:5, 10:2
Aktuelle Informationen, Ergebnisse und die Links zum Livestream finden sich auf der offiziellen Turnier-Website www.itf-german-juniors.de.
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