Luisa Hrdá (r.) und ihre Doppelpartnerin Sofia Avataneo freuten sich über den gewonnenen Pokal und den zweiten Platz.
Quelle: Matteo CovatoMAINASCHAFF. Was für ein Comeback: Rund eineinhalb Jahre hat die gebürtige Mainaschafferin Luisa Hrdá verletzungsbedingt pausieren müssen, ehe sie sich im Juni mit einem Paukenschlag auf der Profi-Tour zurückgemeldet hat. Beim ITF-Turnier in Gaborone (Botswana), das mit einem Preisgeld von 15.000 US-Dollar dotiert war, erfolgreich auf die Profi-Tour zurückgekehrt. Im Einzel erreichte sie über die Qualifikation das Hauptfeld und im Doppel stand sie mit ihrer Partnerin sogar im Endspiel.
Doch der Reihe nach: Durch die lange Pause verlor Hrdá ihr WTA-Ranking und musste deshalb in der Quali an Start gehen. Max Giegerich, der sich im Hintergrund um die organisatorischen, finanziellen und kommunikativen Belange rund um die Mainaschafferin kümmert, sagte, dass sein Schützling beim ersten von zwei Turnieren in Botswana starke Leistungen gezeigt habe.
In der Qualifikation setzte sie sich zunächst souverän gegen die Amerikanerin Madison Rose mit 6:2 und 6:2 durch. Anschließend besiegte sie auch die an Position 7 gesetzte Simbabwerin Kudzei Erin Patience Chapepa mit 6:3 und 6:2 und zog ins Hauptfeld ein. Dort traf sie in der ersten Runde auf die an Nummer 3 gesetzte Mexikanerin Sabastiani Leon (WTA-Rang 930). Gegen die lieferte sie einen großen Kampf und musste sich erst im dritten Satz mit 1:6, 6:4 und 4:6 geschlagen geben.
Weitaus besser lief es in der Doppel-Konkurrenz: Die 26-Jährige lief hier mit ihrer italienischen Partnerin Sofia Avataneo auf und beeindruckte. Nach dem klaren Auftaktsieg gegen Colalancia/Moshaoa wartete im Viertelfinale die an Position 2 gesetzte Paarung Ksenia Laskutova (WTA-Doppel 590) und Lan Mi (WTA-Doppel 580). Hrdá und Avataneo setzten sich überraschend mit 6:4, 0:6 und 10:8 durch. Auch im Halbfinale bewiesen die beiden Nervenstärke und warfen die Schweizerin Josephine Kunz und die Deutsche Stephanie Wagner mit 0:6, 6:3 und 12:10 aus dem Rennen. Erst im Finale mussten sie sich den topgesetzten Sabastiani Leon (Mexiko) und Dominika Podhajecka geschlagen geben (6:7, 2:6).
In der zweiten Turnierwoche lag der Fokus auf dem Einzel. Erneut spielte sich Hrdá erfolgreich durch die Qualifikation. Im Hauptfeld gewann sie anschließend gegen die Simbabwerin Sasha Natalie Chimedza (6:2, 6:4) und feierte damit ihren ersten Sieg im Hauptfeld eines Profiturniers seit ihrer Rückkehr. In der zweiten Runde war wiederum Leon die Gegnerin und die Endstation (2:6, 1:6). Hrdá blickt dennoch auf einen erfolgreichen Botswana-Trip zurück, den sie mit einem Weltranglisten-Punkt im Einzel sowie zehn im Doppel beendete – die Rückkehr in den Profi-Zirkus ist somit gelungen. St. Landgraf
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