BTV-Nachwuchsschiedsrichterin Eva Wagner (Mitte) mit den Teilnehmern und Referenten dem B1-Seminar in Wetzlar. Es referierten Patrick Mackenstein (ITF Silver Badge Referee, links), Alexander Franke (ITF Silver Badge Chair Umpire, 3 v.r.) und Thea Finke (ITF Silver Badge Chair Umpire, rechts).
Vom 13. bis zum 15. März 2026 fand das B1-Seminar in Wetzlar statt. Die bayerische C-Stuhlschiedsrichterin Eva Wagner (TSV Marquartstein) hatten die Ehre und wurden zu diesem Ausbildungslehrgang eingeladen. Geleitet wurde das Seminar von Thea Finke, Alexander Franke und Patrick Mackenstein.
Am Donnerstagabend kam ich als eine von acht Teilnehmern in Wetzlar an. Drei lange und inhaltsreiche Lehrtage lagen nun vor uns. Geleitet wurden diese von Patrick Mackenstein, Thea Finke und Alexander Franke.
Am Freitag startete das Seminar mit einer kurzen Vorstellungsrunde. Danach begannen wir mit den Themen des Tages: „ITF-Tennisregeln“ und „Code of Conduct“. Was für mich anfangs nach einem sehr anstrengenden Tag voller Theorie klang, entwickelte sich schnell zu einem lebhaften und sehr interaktiven gemeinsamen Erarbeiten der Inhalte. Es konnte schnell passieren, dass man in eine fiktive Situation hineingezogen wurde – wie in einer Art Rollenspiel, in dem das Wissen getestet wurde. Am Abend saßen noch einige von uns zusammen, um den Stoff zu wiederholen und sich auf den Test am nächsten Morgen vorzubereiten.
Ausbilder sorgen mit Freude und Engagement für gute Stimmung in der Gruppe
Auch am Samstag begann der Tag um 9 Uhr – dieses Mal jedoch direkt mit einem Test zu den ITF-Regeln und dem „Code of Conduct“. 90 Minuten lang gaben wir unser Bestes, die Single-Choice- sowie teilweise offenen Fragen richtig zu beantworten. Zeit für eine längere Pause blieb danach allerdings nicht, denn das nächste Thema „Duties and Procedures“ musste behandelt werden. Dazu gehörten Inhalte wie zum Beispiel Medical Time-out, Toilet Break und Heat Break. Besonders in Erinnerung bleibt mir, mit wie viel Freude und Engagement die Ausbilder in die Rolle von Spielern geschlüpft sind, um uns mit verzwickten Situationen auf die Probe zu stellen. Das hat sich definitiv auf die Stimmung in der Gruppe übertragen. So war auch das gemeinsame Abendessen an diesem Tag ein schönes Erlebnis. Danach wurde – fast schon traditionell – wieder gemeinsam gelernt.
Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Abschlusses. Zuerst stand der letzte theoretische Test zu den „Duties and Procedures“ auf der Tennisanlage in Wetzlar auf dem Plan, gefolgt von einer Praxiseinheit, in der wir als Stuhlschiedsrichter und Linienrichter zum Einsatz kamen. Vor allem das Pre-Match-Meeting und die Ballmark Inspection wurden noch einmal intensiv besprochen und direkt angewendet. Besonders hilfreich war, dass Spieler des Vereins einige Matches gespielt haben, sodass wir unter mehr oder weniger realistischen Bedingungen schiedsrichtern konnten.
Zum Abschluss kamen wir noch einmal im Club zusammen und aßen gemeinsam Pizza. Schließlich wurden die Ergebnisse in einem Einzelgespräch mit den Ausbildern verkündet. Im Sommer werden wir unsere ersten Einsätze bei internationalen Turnieren absolvieren, bevor im Herbst die Abschlussprüfung zum B-Schiedsrichter im Rahmen des B2-Seminars stattfinden wird.
von Eva Wagner, TSV Marquartstein
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