Das Rosenheimer Team beim letzten Heimspiel am 7. August gegen Kölner THC Stadion RW.
Quelle: BTVIn einem bis zum Saisonende spannenden Titelrennen setzte sich der Tabellenführer gegen Titelverteidiger TC Bredeney durch und krönte sich zum ersten Deutschen Meister der Vereinsgeschichte.
Rosenheim war als Tabellenführer in das Saisonfinale gegangen und verteidigte die Spitzenposition mit einem 3:3-Unentschieden bei Grün-Weiss Mannheim erfolgreich gegen den amtierenden Deutschen Meister TC Bredeney. Über die gesamte Spielzeit hinweg musste die Mannschaft lediglich einen einzigen weiteren Punkt abgeben – beim Unentschieden gegen den späteren Vizemeister aus Essen.
Mit Spielern wie Nikoloz Basilashvili, Sebastian Ofner, Hugo Dellien, Federico Gomez, Stefano Napolitano und Thiago Monteiro setzte Rosenheim vor allem auf internationale Erfahrung und überzeugte über die gesamte Saison hinweg mit konstant starken Leistungen.
Überragte im Rosenheimer Team mit einer 5:0-Bilanz im Einzel - Stefano Napolitano
Quelle: BTV„Für unseren Verein ist das der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Die Mannschaft hat über die gesamte Saison unglaublichen Einsatz gezeigt und sich diesen Titel verdient. Wir haben immer in ähnlicher Konstellation gespielt und viel Augenmerk auf eine homogene Mannschaftszusammenstellung gelegt. Unsere Fans haben uns über die ganze Saison herausragend unterstützt. Dass wir nun erstmals Deutscher Meister sind, ist für alle Beteiligten etwas ganz Besonderes“, sagt Rosenheims Bundesliga-Vorstand Thomas Detterbeck.
BTV-Präsident Schmidbauer würdigt den Erfolg
Für BTV-Präsident Helmut Schmidbauer ist der Rosenheimer Erfolg ein Meileinstein in der bayerischen Tennisgeschichte. "Der ganze BTV kann stolz auf den TSV 1860 Rosenheim sein. Ich gratuliere dem Team um Vereinsvorstand Dieter Dörfler, der mit Thomas Detterbeck und zahlreichen Helferinnen und Helfern seit Jahren hervorragende Arbeitet leistet und schon einmal dicht vor dem großen Triumph stand. Mein Dank gilt auch den zahlreichen größeren und kleineren Sponsoren, ohne die dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre", so Schmidbauer.
Augsburger Clubmanagerin Braunwalder stolz auf ihre lokalen Spieler
Abgestiegen ist dagegen der TC Augsburg Siebentisch mi einer Bilanz von 0:18 Punkten. Am letzten Spieltag gab es eine 1:5-Heimniederlage gegen Mitabsteiger TC SCC Berlin. Dennoch zeigte sich Clubmanagerin Maja Braunwalder mehr als zufrieden mit den Leistungen ihres Teams: „Wir wussten natürlich von Anfang an, dass die Teilnahme in der 1. Tennis Bundesliga für uns eine absolute Herkulesaufgabe werden würde, wo andere Teams an einem Spieltag so viel Budget zur Verfügung haben wie wir für die ganze Saison. Dennoch sind wir unglaublich stolz, wie sich unser Team aus überwiegend lokalen Spielern bei den Matches verkauft hat. Und an diesem Weg zur Förderung unserer lokalen Talente werden wir beim TC Augsburg auch künftig festhalten. Allein über den Erfolg von unserem Luca Wiedenmann gegen Sebastian Baez, der ehemaligen Nr. 18 der Welt, wird man in Augsburg noch lange Zeit sprechen.“
Großhesselohe unter den Erwartungen
Der TC Großhesselohe, als dritter bayerischer Erstligist mit großen Ambitionen in die Saison gestartet, belegte mit 8:10 Punkten Rang 7 in der Abschlusstabelle. Ein Platzierungen, die unter den Erwartungen blieb. Nach der bitteren 2:4-Niederlage am fünften Spieltag in Aachen, als alle vier Einzel im Matchtiebreak verloren gingen und der anschließenden 2:4-Heimniederlage gegen Rosenheim, wurden die Weichen am Isarhochufer auf Klassenerhalt gestellt. Dieses Ziel konnte das Team von Christopher Kas trotzt der beiden Niederlagen am Abschlusswochenende in Berlin und Köln auch erreichen.
Weltklasse-Tennis in Deutschlands höchster Spielklasse
Die Tennis-Bundesliga der Herren bestätigte auch in dieser Saison ihren Ruf als stärkste Liga der Welt. Internationale Spitzenspieler wie Thomas Etcheverry, Tallon Griekspoor, Valentin Vacherot oder Arthur Rinderknech schlugen ebenso auf wie zahlreiche deutsche Davis-Cup-Spieler, darunter Jan-Lennard Struff, Yannick Hanfmann, Daniel Altmaier sowie Kevin Krawietz und Tim Pütz.
„Die Saison hat einmal mehr gezeigt, wie stark das sportliche Niveau in der Tennis-Bundesliga ist. Deutsche und internationale Weltklassespieler und unsere besten Nachwuchstalente haben in diesem Jahr Tennis auf höchstem Niveau gezeigt und mit der Bundesliga Werbung für unseren Sport gemacht“, so Dietloff von Arnim.