Nach dem ersten Spieltag gegen Kroatien stand es 1:1 – Alexander Zverev hatte sein Match gegen Matej Dodig gewonnen, anschließend unterlag Daniel Altmaier der kroatischen Nummer 1, Dino Prizmic, glatt in zwei Sätzen.
Den Auftakt in den zweiten Spieltag machten Kevin Krawietz und Tim Pütz gegen das kroatische Weltklasse-Doppel Mate Pavic und Nikola Mektic. Die Deutschen präsentierten sich von Beginn an hochkonzentriert und ließen sich auch von engen Situationen nicht aus der Ruhe bringen. Den ersten Satz entschieden Krawietz/Pütz im Tiebreak für sich. Im zweiten Durchgang spielten sie sich anschließend in einen regelrechten Rausch und ließen den Kroaten keine Chance. Nach 1:12 Stunden stand der 7:6 (7:5), 6:2-Erfolg fest.
»Das war wahrscheinlich unser bestes Doppel, das wir je im Davis Cup gespielt haben. Von Anfang bis Ende hat alles gepasst und die Stimmung war überragend. Wir freuen uns sehr, dass wir diesen wichtigen Punkt holen konnten«, sagte Kevin Krawietz.
Zverev sorgt für die Entscheidung
Mit der 2:1-Führung ging Alexander Zverev anschließend in sein Einzel gegen den 21-jährigen Prizmic. Mit druckvollem Tennis setzte sich der frisch gekrönte US Open-Champion souverän mit 6:2, 6:4 durch und holte damit den entscheidenden dritten Punkt für Deutschland. Teamkapitän Michael Kohlmann zeigte sich entsprechend zufrieden: »Dass wir uns zum dritten Mal hintereinander für die Finals qualifiziert haben, ist sehr besonders und nicht selbstverständlich. Wir haben hier als Team eine sehr starke Vorstellung abgegeben.«
Das lange Warten auf den Titel
Das Final-8-Turnier findet vom 24. bis 29. November in Bologna statt. Sollte sich das DTB-Team gegen Großbritannien durchsetzen, wartet im Halbfinale der Sieger des Viertelfinals zwischen Spanien und Österreich.
Der bislang letzte Erfolg im Davis Cup gelang einem DTB-Team 1993, als Michael Stich und Co. den Titel 1993 gewinnen konnten. Hinter Rekordsieger USA und Final-Gastgeber Italien ist Deutschland auf Rang drei gesetzt. Vom 24. bis 29. November wagt die DTB-Auswahl in Bologna nun den nächsten Anlauf auf den lang ersehnten Titel.