Johannes Deppisch (l.), BTV-Ehrenmitglied ehemaliger oberpfälzer Bezirksvorsitzender, und Alex Steger (r.) verband eine langjährige Freundschaft.
Quelle: Doris Eger/RTK RegensburgWÜRZBURG/REGENSBURG. Der Bayerische Tennis-Verband (BTV), die BTV-Regionen Nord- und Südbayern und nicht zuletzt viele Vereine und deren Mitglieder sowie deren Funktionäre trauern um Alexander, kurz Alex, Steger, der am 29. Juni in Regensburg im Alter von 62 Jahren verstarb. „Das große ‚Tennis-Herz“ Alexanders hat leider aufgehört, zu schlagen“, sagt ein trauriger Johannes Deppisch, BTV-Ehrenmitglied und als ehemaliger oberpfälzer Bezirksvorsitzender ein langjähriger Wegbegleiter Stegers.
Den gebürtigen Unterfranken, Steger erblickte am 18. Januar 1964 in Würzburg das Licht der Welt, zog es zusammen mit seiner Familie schon bald in die Region um Regensburg. Für Alex wurde es die über alles geliebte Heimat. Und er war ein überaus ambitionierter und begeisterter Tennisspieler. TSV Beratzhausen, ESV Regensburg, TSV Nittendorf, SC Sinzing, TV Parsberg, TC Dietfurt, RTK Regensburg lauteten die Vereine, denen er über 40 Jahre hinweg die Treue hielt.
Aber nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer, Ausbilder und Funktionär war er in diesen Klubs unterwegs. Ausgebildet war er als staatlich geprüfter Tennislehrer (TU München), C-Trainer Wettkampftennis (BTV) sowie als Trainer der Heidelberger Ballschule. Steger war ebenso bei verschiedenen Vereinen und beim BTV als „Lehr-Herr“ tätig. Sein Hauptaugenmerk legte er aber Zeitlebens auf Schul- und Kleinfeldtennis, hier war er Bezirkstrainer der Oberpfalz.
Als Talentino-Scout und Referent machte er sich über die oberpfälzer Grenzen hinweg einen Namen. Beim BTV wurde er daher oft und gerne als Referent eingesetzt. Nicht zu vergessen ist die Funktionärstätigkeit Stegers, der in Dietfurt eine Zeitlang die Vorstandschaft leitete. „Er war im positiven ein Alleskönner“, blickt Deppisch zurück. Alex‘ Vorbildfunktion sei für alle, die mit ihm zu tun gehabt hätten, beeindruckend gewesen.
Aus diesen Gründen wurde Steger beim BTV-Verbandstag 2013 eine besondere Ehre zuteil. Er erhielt in diesem Jahr den ehrenamtlichen Sonderpreis für Trainer. Hervorgehoben wurde seine vorbildliche Trainerarbeit im Verein, die Förderung der Trainerausbildung von jungen Erwachsenen im Verein und die Tatsache, dass er sich trotz schwerer Krankheit, 30 Stunden ehrenamtlich für zwei angehende C-Trainer kostenlos als „Lehr-Herr“ zur Verfügung gestellt hatte.
Es gab aber auch den anderen Alex Steger – nämlich das „Stehaufmännchen“. Beeindruckend auch, oder gerade, weil er seine körperlichen Handicaps fast klanglos hinnahm. Denn das Leben meinte es in gesundheitlicher Hinsicht nicht immer gut mit ihm. „Es gibt nicht viele, die dies so gemeistert hätten. Oft konnte er nicht so, wie er gerne wollte. Aber er bewältigte es oft mit einer gesunden Portion Humor“, weiß Deppisch. Für ihn, aber auch für seine nahen Angehörigen, seien diese Erkrankungen oft belastend gewesen.
Bereits Anfang Juni verschlechterte sich Stegers Gesundheitszustand so drastisch, dass er wieder in die Uni-Klinik Regensburg musste. Die schweren Erkrankungen forderten nun ihren Tribut. Stegers großes Kämpferherz versagte seinen Dienst. Er musste ins künstliche Koma versetzt werden, am 29. Juni verstarb er.
„In unseren Herzen und unserem Denken und hoffentlich auch im Handeln, wird ein Teil von Alex Steger weiterleben. Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten seiner Familie und den Angehörigen. Wir werden Alex nicht in Vergessenheit geraten lassen – ein ehrendes Angedenken ist ihm gewiss“, spricht der ehemalige oberpfälzer Bezirksvorsitzende sein Beileid aus. S. Landgraf/J. Deppisch
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