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Bayerischer Tennis-Verband

      

Was sollte ich als erstes tun, wenn ich mich für ein Amt im Vorstand entschieden habe

Sie haben sich entschieden im Vereinsvorstand mitzuwirken und überlegen, wie die Vorstandsarbeit gut geplant und organisiert werden kann. Bevor Sie nun hochmotiviert zur Tat schreiten, macht es Sinn einige Vorüberlegungen anzustellen.


1. Anzahl der Mitglieder in der Vorstandschaft
Eine spezifische Anzahl an Personen im Vereinsvorstand ist nicht festgelegt und ist u.a. abhängig von:

  • dem Entwicklungsstand des Vereins
  • den Umfang der zu bewältigen Aufgaben in den verschiedenen Vereinsbereichen 

     

  • Zahl hauptamtlicher Mitarbeiter oder Tennistrainer
  • Kompetenz und Erfahrung der Personen im Vereinsvorstand

Anzuraten ist, die Positionen und Ressorts zum 1. Vorsitzender, Sportwart, Jugendwart, Mitgliederentwicklung und Finanzen sollten in jedem Verein personell besetzt sein.


2. Dauer der Amtszeit

  • Die Dauer der Amtszeit sollte mindestens 3 Jahre umfassen. Denn in einem kürzeren Zeitraum wird es kaum möglich sein, den Verein nachhaltig zu fördern.
  • Wegen der zu erwartenden Amtsmüdigkeit sollte nicht länger als 9 Jahre ein gleiches Amt besetzt sein.
  • Es ist auch möglich innerhalb der verschiedenen Aufgabenbereiche, die Personen nach einer bestimmten Zeit rotieren zu lassen.


3. Zu speziellen Themen unterstützen Beiräte den Vorstand

  • Die Vorstandschaft benennt zur fachlichen Unterstützung spezielle Ausschüsse, sucht dazu die Spezialisten im Verein, die zu den Schwerpunkten dauerhaft oder befristet eingerichtet werden (z.B. Marketing, Jugendsport, Familiensport, Finanzen, Freiwilligenmanagement).
  • Nur mit einer starken fachlichen Leitung, Zielklarheit, straffe Aufgabenverteilung, entsprechenden Sitzungskultur und schriftliche Dokumentation zu sämtlichen Arbeitsschritten können die Beiräte dem Verein erfolgreich helfen.
  • Die Beiräte entwickeln Vorschläge und Lösungen für den Verein. Die Entscheidungskompetenz liegt beim Vorstand.

Die Teilnehmer der Beiräte werden vom Vorstand benannt und nicht von den Mitgliedern gewählt. Diese Spezialisten stellen ihr Fachwissen für den Verein zur Verfügung und können jederzeit aus dem Beirat wieder austreten.


4. Kooperation zwischen Vorstand und Trainer/Tennisschule
Der Trainer ist der Motor des Vereins und bildet die Schnittstelle zum Vorstand und den Mitgliedern. Zur kooperativen Mitarbeit im Verein sollte ein Konsens zwischen Verein und Trainer zu folgenden Sachverhalten bestehen:

  • Ziele
  • Aufgaben
  • Pflichten (vgl. Infos HIER)


5. Wie oft sollen sich Vorstände treffen

  • monatlich für 2-3 Stunden
  • nur wenn Entscheidungen zu treffen sind
  • ist der Verein in einer Krise finden häufiger Vorstandmeetings statt
  • in einem Jahresüberblick werden die Termine und Schwerpunktthemen festgehalten
  • eine Tagesordnung wird vor jedem Meeting erstellt und Protokolle dokumentieren die Entscheidungen

Weitere Anregungen zur effektiven Vorstandschaft:

  • Wie soll sich der Vereinsvorstand zusammensetzen? HIER
  • Was ist für eine erfolgreiche Vorstandsarbeit notwendig? HIER

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