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Bayerischer Tennis-Verband

      

Neben Haas ziehen auch Zverev und Kohlschreiber ins Viertelfinale ein

MercedesCup in Stuttgart: Tommy Haas wirft Roger Federer aus dem Turnier / Kohlschreiber schlägt Johnson / Hanfmann unterliegt Zverev

(15.06.2017) Im ersten Match des dritten Hauptfeld-Spieltages beim MercedesCup auf dem Stuttgarter Weissenhof gab sich Mischa Zverev keine Blöße. Die aktuelle Nummer 31 der Weltrangliste gewann gegen seinen Landsmann Yannick Hanfmann mit 7:6 (7/1), 6:2. Zverev startete mit einem frühen Break in den ersten Satz, Hanfmann – der sich erfolgreich durch die Qualifikation in Stuttgart gekämpft und in der ersten Runde den ungarischen Qualifikanten Marton Fucsovics ausgeschaltet hatte – schaffte aber das Re-Break, sodass der erste Satz im Tie-Break entschieden werden musste.

Dort ließ Zverev seinem jüngeren Kontrahenten nicht den Funken einer Chance und holte sich die Kurzentscheidung mit 7:1. Im zweiten Satz war der Widerstand Hanfmanns gebrochen. Zverev schaffte zwei Breaks, das zweite zum 6:2-Satz- und -Matchgewinn. Im Viertelfinale wartet auf Zverev am Freitag nun Tommy Haas, der Roger Federer mit 2:6, 7:6 (10/8), 6:4 bezwang.

Im Anschluss musste der 33-jährige Augsburger Philipp Kohlschreiber lange zittern, ehe er die sechs Jahre jüngere Nummer 25 der Welt, Steve Johnson aus den USA, in drei engen Sätzen mit 7:6 (7/3), 5:7, 7:6 (8/6) in die Knie zwang. Johnson schaffte im dritten Satz bereits im ersten Spiel ein Break und blieb bis zum Stand von 4:3 bei eigenem Aufschlag unantastbar. Im achten Game „erleichterte“ der US-Boy Kohlschreiber aber mit einem Doppelfehler das Re-Break zum 4:4. Danach war es ein Kampf auf Biegen und Brechen: Der Deutsche schaffte bei eigenem Aufschlag das 5:4, vergab dann bei Service von Johnson aber einen Matchball. Am Ende musste die Entscheidung im Tie-Break fallen. Dort vergab Kohlschreiber beim Stand von 6:3 zunächst drei weitere Matchbälle, ehe er seinen insgesamt fünften zum 8:6 verwertete.

Nach dem Sieg konnte der Vorjahresfinalist tief durchatmen: „Schön, dass mir im dritten Satz noch so ein Comeback gelungen ist. Es gab heuer schon solche Partien, die ich dann verloren habe.“ Über Gegner Steve Johnson meinte er: „Es gab wenig Ballwechsel, um richtig reinzukommen. Zum Glück hat er mir dann mit zwei Doppelfehlern zurück ins Match verholfen.“

Kohlschreiber trifft im Viertelfinale nun auf den Franzosen Lucas Pouille (FRA/4), der sich gegen den Warsteiner Jan-Lennard Struff in drei Sätzen mit 4:6, 7:6 (7/5), 7:6 (10/8) durchsetzte und dabei erst seinen fünften Matchball verwerten konnte.